Männer: Der Aufsteiger kommt an

Ganz anders verlief die Saison bei den Männern. Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga Süd war das primäre Ziel klar definiert: Klassenerhalt. Die ersten Wochen waren allerdings eine echte Bewährungsprobe. Drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen machten deutlich, dass in der Verbandsliga ein anderer Wind weht. Gegen Coswig, Erdeborn und Burgenland musste die Mannschaft zunächst Lehrgeld bezahlen. Doch statt zu resignieren, entwickelte das Team Charakter.
Der erste Befreiungsschlag gelang Anfang Oktober mit dem überzeugenden 37:28-Heimsieg gegen Zerbst. Es folgten weitere wichtige Punktgewinne, unter anderem in Halle, Klostermansfeld und später auch zu Hause gegen Halberstadt. Die Mannschaft um die Trainer Karsten Müller und Sven Demuth lernte von Woche zu Woche dazu und bewies insbesondere in den Heimspielen enorme Moral. Bemerkenswert war dabei die Entwicklung vieler junger Spieler, die immer mehr Verantwortung übernahmen. Der Übergang vom Nachwuchsbereich in die erste Mannschaft wurde konsequent vorangetrieben und zahlte sich zunehmend aus. Die Verbandsliga wurde nicht nur gehalten – die Mannschaft etablierte sich Schritt für Schritt auf diesem Niveau.
Spätestens im Frühjahr war klar, dass der Klassenerhalt nicht mehr in Gefahr geraten würde. Siege gegen Spergau, Klostermansfeld und Quedlinburg sorgten dafür, dass die Friesen frühzeitig Planungssicherheit hatten und die Saison entspannt zu Ende spielen konnten.
Mit Zuversicht in die Zukunft
Auch wenn die Saison unterschiedliche Geschichten geschrieben hat, überwiegt beim SV Friesen Frankleben die Zuversicht. Die Frauen wollen den Neuaufbau nutzen, um gestärkt zurückzukehren. Die Männer haben bewiesen, dass sie in der Verbandsliga angekommen sind. Und hinter beiden Mannschaften wächst eine junge Generation heran, die künftig Verantwortung übernehmen kann. (Alle Fotos von Jenny Hebestreit).
